Für die extra Portion Wärme – Ofenanzünder aus Hülben

Auf der Schwäbischen Alb in Hülben sind die Wintertage oft rau und kalt – ein gemütliches Feuer im Kamin wird dann in vielen Haushalten sehr geschätzt. Doch dieses Feuer zu entzünden, ist gar nicht so einfach; es sei denn, man nutzt die selbstgemachten Ofenanzünder der Peter-Härtling-Schule. Diese bietet die Schule in Kooperation mit dem Elternbeirat und dem Förderverein Schulen und Jugend Vordere Alb e.V. auf dem Weihnachtsmarkt in Hülben an – inzwischen sind sie ein wahrer Verkaufsschlager! Sie sind funktional und nachhaltig, für ihre Herstellung werden herkömmliche Stoffe recycelt.

Die Grundidee für die Anzünder stammt aus der Generation „Opa“: Drei Opas von Schulkindern entwickelten den Ofenanzünder, welcher hauptsächlich aus geschmolzenem Kerzenwachs und Sägespänen hergestellt wird. Kerzenreste werden in der Schule das ganze Jahr über gesammelt, Sägespäne kommen vom örtlichen Sägewerk. Die restlichen Zutaten und eine große Portion Engagement geben alle Beteiligten gerne dazu.

Die Ofenanzünder entstehen im Rahmen eines umfangreichen Freizeitangebots des Fördervereins. Neben Kursen wie Bilder nageln, Vogelhaus bauen, Maultaschen kochen oder Schal häkeln können die Kinder auch in der Ofenwerkstatt bei der Herstellung der Anzünder unterstützen. Da das geschmolzene Kerzenwachs sehr heiß ist und das Gießen in die Formen viel Sorgfalt erfordert, sind vor allem die Viertklässler hier dabei. Beim Falten der Tüten, in welche die Ofenanzünder verpackt werden, können dann aber auch die jüngeren GrundschülerInnen helfen. Während die eigentliche Produktion an Nachmittagen stattfindet, geschieht das Verpacken und Beschriften der Ofenanzünder an einem gemeinsamen Basteltag, der jährlich in Vorbereitung auf den Weihnachtsmarkt stattfindet. Und am Ende werden die gefalteten Tüten mit den recycelten Anzündern von dem Elternbeirat und den SchülerInnen der vierten Klassen auf dem Weihnachtsmarkt verkauft.

Mitglieder und Engagierte des Vereins und des Elternbeirats, SchülerInnen, Eltern und Lehrkräfte werden in das „Selfmade-Projekt“ eingebunden. Sammeln, organisieren, herstellen, verpacken, verkaufen und Spaß haben – ein runder Kreislauf, der am Ende wohlige Wärme schenkt.