Der Kollege Roboter – Recycling dank des Fördervereins der Schönenberg-Grundschule

Alte Zahnbürsten und Kartons können weggeworfen werden – oder aber zu Robotern verarbeitet. In der Schönenberg-Grundschule Lehr/Mähringen ist dies der Fall. Alle Erstklässler bauen bereits seit vielen Jahren ihren eigenen Roboter. Das Projekt startet mit einem Karton, der sich dann Schritt für Schritt zu einem Roboter entwickelt – dank fleißigen Jung-Ingenieurinnen und -Ingenieuren. Und eine Stimme wird ihm letztlich auch noch verliehen.  

Der Bau der sprechenden Version des Kollegen Roboter benötigt ungefähr 12 Stunden, aufgeteilt auf vier Einheiten. Aus einfachen gebrauchten Dingen können im Nu neue, tolle Dinge entstehen – ganz im Sinne von Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE). Es wird auf spielerische Weise Wissen vermittelt, von Umweltschutz und Recycling bis hin zu Digitalisierung. Denn der Roboter wird von den Jüngsten der Schule mit Batterien ausgestattet und erhält somit den nötigen Strom für seine Sprache. Eine leuchtende LED zeigt außerdem eindrucksvoll das Thema der Polarität. Im Laufe der Schulzeit wird Kollege Roboter weiterentwickelt und etwa in der dritten Klasse selbst programmiert. Dann können die Besitzerinnen und Besitzer der Roboter ihren Kollegen selbst eine Sprache beibringen – dank des eingebauten, programmierbaren Sprachrekorders.

Ohne den Förderverein würde es den Kollegen Roboter in der Form und seit so vielen Jahren sicher nicht geben. Der Verein stellt das Material, wodurch das Projekt für alle Kinder kostenfrei ist. Die Leitung der Workshops wird ehrenamtlich durch den Vorsitzenden des Fördervereins übernommen.

Besonderheiten des Projekts
Die Werkzeuge und die Konzeption werden durch das Kindermedienland Baden-Württemberg gefördert – im Rahmen des Medienkompetenzfonds. Der Kollege Roboter (auf Basis der Zahnbürste) wurde inzwischen schon mehr als 300x gebaut.