LSFV BW verleiht Förderpreis

Der Landesverband der Schulfördervereine Baden-Württemberg e.V. (LSFV BW) hat am Mittwochabend (17.07.19) den Förderpreis Ehrenamt macht Schule verliehen. Im Rahmen einer Abendveranstaltung im Hospitalhof Stuttgart erhielten fünf Schulfördervereine aus Baden-Württemberg Preisgelder mit einem Gesamtwert von 12.000 Euro. Kultusministerin Frau Dr. Susanne Eisenmann würdigte das Engagement der Vereine und betonte die Wichtigkeit außerschulischer Lernorte für eine ganzheitliche Bildung. Unterstützt wird der Förderpreis von der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg.

Am Mittwochabend verlieh der Landesverband der Schulfördervereine zum zweiten Mal den Förderpreis Ehrenamt macht Schule, der in diesem Jahr das Motto „Selfmade – Aus eigener Herstellung“ trug. Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, leitete die Verleihung im Hospitalhof mit einem Grußwort ein und würdigte das beeindruckende Engagement der Vereine. Ohne die ehrenamtlich tätigen Schulfördervereine seien viele Projekte an baden-württembergischen Schulen nicht umsetzbar, so Eisenmann. „Sie haben mit ihrem Wissen und ihrem Netzwerk die Ideen der Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern tatkräftig unterstützt und ihnen damit vor Ort zum Erfolg verholfen. Deshalb danke ich den Schulfördervereinen, auch im Namen aller Schulen, aller Schulleitungen ganz herzlichen für dieses Engagement. Ihr Einsatz ist keine Selbstverständlichkeit. Großen Respekt und vielen Dank!“ Vor allem für das praktische, spielerische Lernen seien außerschulische Lernorte eine wichtige Komponente. Sie bieten die Chance, so Eisenmann, Dinge wie etwa biologische Vielfalt konkret erfahrbar und unmittelbar erlebbar zu machen.

60 Schulfördervereine aus Baden-Württemberg hatten sich im März und April für den Förderpreis beworben, der vom LSFV BW mit Unterstützung der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg ausgeschrieben wird. Der Preis wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen und prämierte Projekte, die durch die Herstellung von Produkten den Schülerinnen und Schülern vielfältige Kompetenzen vermitteln, wie etwa Umweltschutz, betriebswirtschaftliche Fähigkeiten, Kreativität oder bedachter Umgang mit Ressourcen. Fünf der Vereine erhielten am Mittwochabend Preisgelder im Gesamtwert von 12.000 Euro. Lotto-Geschäftsführer Georg Wacker zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Projekte, die durch Schulfördervereine ermöglicht werden, und sprach den Vereinen seine Anerkennung aus. Ebenso dankte er Ute Heß, Vorsitzende des LSFV BW, für die großartige Leistung des Landesverbands bei der Unterstützung der 1.400 Mitgliedsvereine. Vor dem Hintergrund der Leistungen des Landesverbands und all der Ehrenamtlichen vor Ort sei es ihm eine Freude, auch für das nächste Jahr eine Förderung des Preises zuzusagen.

12.000 Euro für besonderes Engagement
Der erste Platz des Förderpreises mit 5.000 Euro Preisgeld ging an den Förderverein der Paul-Aldinger-Schule in Steinheim-Kleinbottwar. Der Verein unterstützt das Projekt des schuleigenen Weinbergs, den die Schülerinnen und Schüler des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungs-zentrum (SBBZ) eigenständig bestellen. Die Jugendlichen lernen hier den Gebrauch von Werkzeugen, den Umgang mit Maschinen sowie Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen. Der Förderverein finanziert die Ausstattung und ist Eigentümer des Weinbergs.

Über 3.000 Euro Preisgeld konnte sich der Förderverein der Grundschule Täferrot freuen, der einzigen staatlichen Schule mit einem Schulbauernhof. Dort produzieren die Kinder gemeinsam mit den Lehrkräften sowie weiteren Akteuren aus der Region verschiedene landwirtschaftliche Produkte, u.a. Apfelsaft. Der Förderverein kümmert sich um die Anschaffung der notwendigen Bestandteile und Gerätschaften und übernimmt die Pflege der Tiere in der schulfreien Zeit.

Den dritten Platz, der mit 2.000 Euro dotiert ist, belegte der Verein Impulse e.V. von der Abt-Bessel-Realschule Buchen mit der Schülerfirma „Namaste Nepal sAG“. In Zusammenarbeit mit dem Verein importiert die Schülerfirma fair gehandelten Kaffee aus Nepal, röstet diesen in der Region und vertreibt ihn schließlich über Partner. Mit dem Gewinn wird der Wiederaufbau von Schulen im nepalesischen Gati finanziert, das von dem Erdbeben 2015 schwer getroffen wurde.  

Ein Preisgeld von 1.000 Euro ging an den Schulförderverein des Schulzentrums Buhren in Balingen. Die Schülerfirma „KrimsKrams“, die von Mitgliedern des Fördervereins geleitet wird, stellt u.a. Konfitüren, Öle, Kräutersalze und Brotbackmischungen her und unterstützt mit dem Erlös Schulprojekte wie das soziale Mittagessen, die Fahrradwerkstatt oder die Schulsozialarbeit.

Ebenfalls 1.000 Euro erhielt der Förderverein der Schillerschule Bissingen mit dem Projekt des Färbergartens. Dieser wird an der Schule in Kooperation mit der Kunstschule Labyrinth betrieben und bringt den Kindern Nachhaltigkeit und Ökologie näher. Die Grundschülerinnen und -schüler pflegen den Schulgarten und stellen aus den einzelnen Pflanzen Farben her, mit denen sie wiederum künstlerische Arbeiten anfertigen.

Musikalisches Rahmenprogramm
Die Verleihung am 17. Juli wurde musikalisch von den Schülerinnen und Schülern des Dillmann-Gymnasiums Stuttgart begleitet. Die Musikerinnen und Musiker sorgten mit Orchester und Chor für einen klangvollen Rahmen des Abends.